
Die EACOP-Pipeline soll 1.400km umfassen und ist damit die längste geplante beheizte Pipeline der Welt. Der französische Erdölkonzern Total nimmt für das Projekt gravierende Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und massive CO2- Emissionen in Kauf. 2019 reichten ugandische und französische NGOs eine Klage gegen den Ölkonzern Total ein. Hierbei handelte es sich um die erste Klage, die auf Grundlage des französischen Lieferkettengesetzes eingereicht wurde. Die Entwicklungen in den darauffolgenden Jahren zeigen deutlich auf, wie schwer es trotz des französischen Lieferkettengesetzes ist, Konzerne zur Verantwortung zu ziehen. Gemeinsam mit Expert:innen aus Uganda werfen wir einen Blick auf die die aktuelle Situation in Uganda und diskutieren darüber, welche Lehren aus dem Fall für das EU-Lieferkettengesetz gezogen werden können.
Es diskutieren:
Christopher Opio
Leiter der Oil Refinery Residents Association (ORRA), Gründer der Jugendorganisation NatureTalk Africa (NaTa) und Mitglied des transnationalen #StopEACOP Bündnisses. Er wurde selbst als Betroffener zur Umsiedelung gezwungen und setzt sich für die Lebensbedingungen der von der Raffinerie betroffenen Bevölkerung ein.
Janepher Baitwamasa
Umwelt- und Menschenrechtsverteidigerin (HRD) und Programmkoordinatorin der Organisation Navigators of Development Association (NAVODA) in Hoima. Sie vertritt die Rechte marginalisierter, von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung betroffener Gemeinschaften, insbesondere von Frauen und Indigenen.
Anna Leitner
Sprecherin für Ressourcen und Lieferketten, GLOBAL 2000
Tina Rosenberger
Geschäftsführerin, NeSoVe
Mittwoch, 10. Juni 2026, 18:30 – 20:30 Uhr
Location: Blumenfabrik (Global 2000), Neustiftgasse 36, 1070 Wien
Die Podiumsdiskussion ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die im Rahmen des Projekts „Fostering international civil society cooperation: the EU CSDDD as a new entry point for just transition“ entwickelt und vom Österreichischen Klima- und Energiefonds gefördert wurde.
